Chor der Wehrkirche in Kleinschenk / Cincsor, Siebenbuergen
Rumänien,  Unterwegs

Kleinschenk / Cincşor – Eine Kirchenburg als Kulturprojekt

Angezählt

Mein schlechtes Gewissen meldet sich.
Vor Kurzem las ich in der Fernsehzeitschrift, dass Tim Mälzer in seiner Kochsendung Kitchen impossible nach Kleinschenk geschickt wurde, um die rumänische Nationalspeise mămăliga (Polenta), in dreierlei Varianten und neu interpretiert, nachzukochen.
“Au weia, das gibt die gelbe Karte”, schoss es mir sofort durch den Kopf. Nein nicht für den ruppigen Küchenbullen, sondern für mich selbst.

Mein Besuch in Kleinschenk liegt nämlich schon etliche Monate zurück, aber bis heute schlummern meine Notizen für den Blogbeitrag zur Kirchenburg unangetastet auf meinem Schreibtisch vor sich hin. Bewegung kommt darin nur, wenn ich sie Tetris-like von links nach rechts und zurückschiebe, um Platz für weitere Aufzeichnungen zu schaffen. Die Zeit enteilt im Galopptempo und meine Lassokünste sind dermaßen bescheiden, dass ich keine Chance habe sie einzufangen. Jetzt allerdings gibt es kein Pardon mehr. Kleinschenk ist fällig, denn weitere Kirchenburgen wie Deutsch-Weißkirch, Saschiz, Zeiden oder Petersberg harren auch schon seit geraumer Zeit für ihren Auftritt im Rampenlicht.

Kirchenburg in Cincsor, Kleinschenk, Rumaenien

Als ich in meinem Fotoarchiv zu Kleinschenk stöbere, erinnere ich mich wieder gut, warum ich diese eher kleine Kirchenburg in meine Rundreise durch Siebenbürgen ansteuerte. Zum einen, weil man ihr nachsagt, sie sei die am besten erhaltene im Fogarascher Umland und zum anderen, weil sie seit einigen Jahren als Künstlerresidenz auf sich aufmerksam macht. Wie es dazu kam, und was es damit auf sich hat, musste ich unbedingt in Erfahrung bringen.

Aus einer kleinen Schänke wird Kleinschenk

Kleinschenk (rum. Cincşor) ist heute eine knapp 600 Seelen Gemeinde im Fogarascher Land, auf halber Strecke zwischen Hermannstadt (rum. Sibiu) und Kronstadt (rum. Braşov).


Bei Gründung der Ansiedlung, in der Nähe wurden vor einigen Jahren Überreste eines römischen Castrums ausgegraben, spielte mit Gewissheit die Nähe zum Olt (dt. Alt) eine ausschlaggebende Rolle. Der Fluss bot Nahrung, möglicherweise Trink- und mit Sicherheit Nutzwasser. Er garantierte fruchtbare Böden und sorgte als Transportweg für eine gute logistische Anbindung. Zugleich markierte er im Mittelalter die naturgegebene Südgrenze des Königbodens.

Kurzum, Kleinschenk besaß eigentlich optimale Voraussetzungen, um als Dorf gesund zu wachsen und zu prosperieren. Gastfreundlichkeit schien die Ortschaft ebenfalls ausgezeichnet zu haben, wie sonst wäre sie zu ihrem Namen gekommen. Auch wenn es nur um eine kleine Schänke gehandelt haben mag, kein Durchreisender musste hungrig oder durstig weiterziehen.

Um 1330 tauchte die Gemeinde unter dem Namen Parvum Promontorium erstmals in den päpstlichen Steuerlisten auf. Gegen Ende desselben Jahrhunderts begann der Bau der gotischen Kirche, der 1421 mit dem Bau des Glockenturms im Westen abgeschlossen wurde.

Um den immer wieder einfallenden osmanischen Reiterhorden nicht schutzlos ausgeliefert zu sein, rüstete die kleine Gemeinde Mitte des 15. Jahrhunderts ihr Gotteshaus zur Wehrkirche auf. Zunächst erhielt der auffällig langgestreckte Chor ein Wehrgeschoss mit vorkragender Fachwerkbrüstung. Dann wurde der Glockenturm um eine weitere Etage aufgestockt und ebenfalls mit einem Wehrgang versehen, von dem aus man den Feind bestens im Blick beziehungsweise Visier hatte.

Den vorläufigen Abschluss der Schutzmaßnahmen bildete die Errichtung eines sechs bis sieben Meter hohen, polygonalen Mauerrings inclusive vier dreigeschossiger Wehrtürme und eines davor angelegten Wassergrabens. Ein umlaufender, überdachter Wehrgang bediente die, wie an einer Perlenkette in die Mauer eingelassenen Schießscharten. Dazu sorgten Pechnasen und Gusserker beim Feind für zusätzliche, unangenehme Überraschungsmomente.

Mauerring mit Schiessscharten der Kirchenburg in Kleinschenk / Cincsor, Siebenbuergen

It’s all fake

Möglicherweise infolge schlechter Erfahrungen, machten sich die Kleinschenker noch im 16. Jahrhundert daran,  die Südflanke der Kirchenburg weiter zu verstärken. Vom Wehrturm im Südosten bis zum Torturm im Westen wurde eine zweite Wehrmauer mit zentralem Schalenturm als auch einer Torwehre hochgezogen. So entstand ein Zwinger, in dem bei Gefahr noch mehr Menschen oder Nutztiere Zuflucht suchen konnten, während in friedlichen Zeiten die hinzugewonnene Fläche für ein wenig Gemüse- oder Kräuteranbau genutzt wurde.

Eine weitere Schwachstelle der bisherigen Verteidigungskomplexes, der “nur” mit zwei Fallgittern gesicherte Westturm, hatte nun keine direkte Verbindung mehr zur Außenwelt. Der Pfarrer konnte ab sofort in seiner beheizbaren Wohnung im zweiten Stock ruhiger schlafen. Damit auch seine Schäfchen in der Wehrkirche Nichts und Niemanden mehr zu fürchten brauchten, trennten zwei von den Ecken des Glockenturms abgehende Mauern, den Kirchhof ab. Wollte der Feind ins Allerheiligste eindringen, blieb ihm nur das Nadelöhr des Durchgangs im Glockenturm. 

Selbst für Belagerungszustände war vorgesorgt. Wie andern Orts auch, benutzten die Sachsen die Befestigungstürme gleichzeitig als Vorratskammern für Würste, Schinken und Speck. Jeder Familie gehörte ein mit Namensschild oder Hausnummer gekennzeichneter Haken, an dem die hausgemachten Spezialitäten hingen. Einmal pro Woche, meistens sonntags nach dem Kirchgang, wurde der Speckturm geöffnet. Jede Familie schnitt sich ihre Wochenration ab und markierte anschließend den Anschnitt mit einem Stempel, um hungrige oder uneingeladene zweibeinige Mäuse abzuschrecken.

Speck im Speckturm der Kirchenburg von Kleinschenk / Cincsor, Siebenbuergen

Stichwort Abschreckung

An der südlichen, äußeren Ringmauer mache ich bei meinem Besuch eine mir bekannte Entdeckung. Schon in Holzmengen musste ich über denselben Einfallsreichtum der Sachsen schmunzeln. Auf halber Höhe des Berings stecken nämlich deutlich sichtbar zwei Kanonenkugeln in der Mauer fest. Allerdings nicht aus feindlichen Kanonen abgefeuert, sondern von den Dorfbewohnern selbst dort angebracht. Die Fake-Kugeln sprachen eine deutliche Sprache, die keine Zweifel aufkommen ließ. “Schaut her, unsere Festungsmauer hält jeglichem Beschuss stand. Keine Kanonenkugel kann ihr etwas anhaben. Jeder Angriff ist vergebene Kriegsmühe.”

zwei taeuschend echte Kanonenkugeln in der suedlichen Ringmauer der Kirchenburg von Kleinschenk, Siebenbuergen

Ein wüstes Dorf

Die Kleinschenker waren also einem Ansturm gut gewappnet. Die Türken konnten kommen. Und sie kamen. Die Kirchenburg erfüllte ihren Zweck, dafür hielten sich die Osmanen am Eigentum, sprich den Höfen der Sachsen schadlos. Aber mit Disziplin, Fleiß und gegenseitiger Unterstützung rappelte sich die kleine Dorfgemeinschaft wieder auf. 1532 konnten immerhin 25 Wirte, also etwa 125 Personen gezählt werden.

Doch das Gröbste war noch nicht ausgestanden. Mit der Wende zum 17. Jahrhundert begann, trotz Schenke, eine lange Durststrecke für die Gemeinde. Zuerst steckten 1599  die Söldner des Walachenfürsten Mihai Viteazul alle Höfe in Brand und keine vier Jahre später wüteten habsburgische Truppen im Dorf.

Nun zeigten sich die Schattenseiten der strategisch günstigen Lage des Sachsendorfes. Vor allem die Nähe zur 12 Kilometer östlich von Kleinschenk liegenden Zitadelle von Făgăraş, erwies sich als verhängnisvoll. Insbesondere in Kriegszeiten, und davon sah Siebenbürgen mehr als genug. Dann litten die Einwohner unter den Zwangseinquartierungen und den mit Waffengewalt erzwungenen Bewirtungs- sowie Vorspannleistungen durch die Besatzer der Fogarascher Burg.

Die Bewohner von Kleinschenk bluteten wirtschaftlich aus. Selbst Steuererleichterungen als auch die Zusicherung der Siebenbürger Fürsten, auf die Militärleistungen zu verzichten, halfen nicht. Der Schuldenberg wuchs, Grundstücke mussten verkauft und Ackerland verpfändet werden. Dadurch gingen weitere Einkommensquellen verloren. Die Armutsspirale drehte sich immer schneller, zumal selbst die Naturgewalten vor der Dorfgrenze nicht Halt machten.

Der Alt führte immer wieder Hochwasser, überschwemmte Dorf und Felder und zu allem Überfluss, sorgte ein Erdbeben zu Beginn des 18 Jahrhunderts für den teilweisen Einsturz des Kirchendaches. Für viele Sachsen war dies dann doch des Guten zu viel. Sie packten ihre Siebensachen und suchten ihr Glück an einem anderen Ort. 37 Bauernhöfe standen 1849 wüst und leer. Kleinschenk galt als verfallene Gemeinde.

Blick aus dem Suedeingang der Wehrkirche in Kleinschenk / Cincsor auf den Kirchhof

Neue Besen kehren gut

Es muss ein mutiger und pfiffiger Pfarrer gewesen sein, der trotz aller Widrigkeiten, im selben Jahr seine Stelle in Kleinschenk antrat. Er gründete einen Vorschussverein, der den in finanzielle Not geratenen Landwirten wieder auf die Beine half. Da auf das Wort und die solide Arbeitsmoral der Siebenbürger Sachsen stets Verlass war, hatte er auch keinerlei Bedenken bezüglich der Erfüllung der moderaten Rückzahlungsmodalitäten. In kürzester Zeit kam wieder Schwung in die Dorfgemeinschaft. Bald darauf konnte sich Kleinschenk als erste Gemeinde in Siebenbürgen brüsten, stolze Besitzerin einer Dreschmaschine zu sein.

Und der Aufwind hielt an. Zehn Jahre später eröffneten sich mit dem Bau einer Brücke über den Olt ganz neue Perspektiven mit Gemeinden auf der Südseite des einstigen Grenzflusses Handelsgeschäfte aufzunehmen. Die Zeiten der gefährlichen Überquerungen des breiten Flusses mittels Fähre gehörten der Vergangenheit an.

Ich hänge in Gedanken noch der entbehrungsreichen Geschichte der Kleinschenker nach, als ich bereits den ehemaligen Dorfanger mit Kirchenburg erreicht habe. Obwohl ich unangemeldet, außerhalb der Hauptsaison eintreffe, erwartet mich ein gut gelauntes Empfangskomitee: die Kirchenburgführerin Iuliana Cseh mit drei schwanzwedelnden Straßenhunden, die praktisch zum Inventar gehören. Flugs wird der Reisigbesen zur Seite gestellt und die selbsternannten, ehrenamtlichen Kirchenburgführer-Assistenten zum Platz machen aufgefordert. Als einzige Besucherin des Vormittags gehört mir sofort von allen Seiten die ganze Bandbreite an Aufmerksamkeit.

Kleinschenk – eine Vorzeige-Kirchenburg

Iuliana Cseh nimmt sich Zeit für mich, denn jeder Besucher zählt. 8000 sind es inzwischen jedes Jahr mit steigender Tendenz. Doch erst, seit sich der gemeinnützige Verein Contrafort Pro Kleinschenk für den Erhalt der Kirchenburg einsetzt. Durch seine Initiative und mit Unterstützung der evangelischen Landeskirche A. B. in Rumänien, gelang es aus EU-Fördermitteln 190.000 € für die fachmännische Restaurierung des stark lädierten sächsischen Erbes zu requirieren. Seit Abschluss der Instandsetzungsarbeiten im Jahr 2014 zählt die Kleinschenker Kirchenburg zu den Vorzeigeobjekten des EU-Kirchenburgprojekts.

Innenraum der Wehrkirche in Kleinschenk / Cincsor, Siebenbuergen

Das Engagement hat sich zweifelsfrei gelohnt. Nicht nur der erste äußere Eindruck, sondern auch das Innere der Wehrkirche ist in tadellosem Zustand. Iuliana Cseh lässt kein Detail bei ihrer Führung aus, wobei sie mit besonderem Stolz auf die Orgel mit dem goldenen Schnitzwerk auf dem Prospekt zeigt. Sie stammt aus der Werkstatt des Birthälmer Orgelbauers Samuel Maetz. Dank einer Spendenaktion, bei der die Patenschaft für jede einzelne Orgelpfeife erworben werden konnte, ist die über 200 Jahre alte Orgel auf der Westempore wieder bespielbar.  

Noch auffälliger als das Schmuckstück von Orgel, die Kassettendecke oder der Altar des deutschen Malers Carl Dörschlag, sind die im Kirchenraum verteilten, großformatigen schwarz-weiß Fotografien. Markante Porträts von Sachsen, Rumänen und ţigani aus Cincşor. Ich blicke in das Spiegelbild des heutigen Dorfes. Ob es eine Gemeinschaft ist, weiß ich nicht. Aber ich sehe fröhliche und freundliche, lebensweise als auch nachdenkliche, sowie bescheidene und kritische Gesichter. Iulianas Porträt ist auch darunter.

Das Kulturprojekt

Die Bilderserie entstand im Rahmen der seit 2017 ins Leben gerufenen Künstlerresidenz in der Kirchenburg. Ein Projekt, das die Handschrift von Carmen Schuster, einer in Kleinschenk geborenen, ausgewanderten und wieder zurück gekehrten Siebenbürger Sächsin trägt. Zusammen mit ihrem Mann, Michael Lisske, initiierte sie die Gründung der Organisation Contrafort Pro Kleinschenk mit dem Ziel, die Wehrkirche als siebenbürgisch-sächsisches Kulturerbe langfristig zu erhalten.

Wie alle, einstmals sächsischen Dörfer in Siebenbürgen, litt auch Kleinschenk unter dem massiven Exodus seiner deutschsprachigen Gemeinschaft nach 1989. Zählte die sächsische Gemeinde zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch 700 Seelen, sind es heute nur noch ein gutes Dutzend. Früher lag die Instandhaltung der Kirchenburg im eigenen Interesse. In Kriegszeiten ging es dabei um Leben und Tod. In Friedenszeiten war es Ehrensache, den Mittelpunkt des Gemeindelebens aus eigenen Kräften zu hegen und zu pflegen. Mit den wenigen, verbliebenen Sachsen im Dorf ist der Erhalt der Kirchenburg, ohne fremde Hilfe, eine Utopie. Da aber die Hilfe bereits einmal geflossen ist, reduziert sich die Wahrscheinlichkeit für ein zweites Mal gegen Null. Andere Kirchenburgen warten ebenfalls auf Rettung.

In diesem Bewusstsein überlegte sich die Initiative “Stützpfeiler für Kleinschenk” ein neues Konzept für die Kirchenburg. Die Kirche als Ort der Begegnung mit Gott wird, so bitter es klingen mag, früher oder später ausgedient haben. Wäre es jedoch möglich, sie zu einem Ort der menschlichen Begegnung zu machen, so hätte sie eine echte Chance zum Überleben. Die Idee der Renaissance als Kulturkirche war geboren.
Seither werden jedes Jahr verschiedene Künstler aus verschiedenen Ländern für eine Woche in die Kirchenburg nach Cincşor eingeladen. Ihre vor Ort angefertigten Werke zu dem jährlich wechselnden Motto stellen sie anschließend in der Kirchenburg aus. Und manchmal finden sie in der evangelischen Kirche eine dauerhafte Heimat.

Ein mögliches Gemeindeprojekt oder eine blauäugige Vision?

Mir gefällt die Idee der Kulturkirche ausgesprochen gut. 500 Jahre alte Mauern und Kunst des 21. Jahrhunderts schließen sich keineswegs aus. Die Oude Kerk, Amsterdams älteste Gemeindekirche, praktiziert dieses Konzept ebenfalls seit einigen Jahren. Sogar vor der Umwidmung kirchlicher zu profanen Gebäuden, um diese vor dem Verfall zu retten, scheuen die Niederländer nicht zurück. Die Buchhandlungen Waanders in de Broeren im niederländischen Zwolle beziehungsweise boekhandel dominicanen in Maastricht sind eindrucksvolle Bespiele für eine perfekte Umsetzung.

Allerdings bin ich persönlich skeptisch, ob die Symbiose von Kirche und Kultur hier im ländlichen Raum, in einem kleinen Dorf, auf lange Sicht die erhoffte Resonanz findet. Ein Anfang ist gemacht, und ich drücke auf jeden Fall die Daumen für eine erfolgreiche Fortsetzung.

Je länger ich beim Umherstreifen zwischen der herbstlichen Wildblumen-Blütenpracht im Burghof über die eindringliche Porträtreihe nachdenke, desto mehr formt sich vor meinen Augen eine weitere Vision. Könnte mit der Künstlerresidenz womöglich der Schulterschluss zwischen den verschiedenen Ethnien im Dorf gelingen? Die Bilder des im vergangenen Jahr zum Event eingeladenen Fotografen Frank Öhler zeigen auf jeden Fall keine Berührungsängste. Weder von der Seite vor, noch von der Seite hinter der Kamera. Nur wenn man die Menschen einbindet, kann man ihr Interesse gewinnen und sie für eine gemeinsame Sache begeistern. Denn mit Sicherheit dürfte in Zukunft jede helfende Hand  für den Erhalt der Kirchenburg von Nutzen sein. Bin ich zu blauäugig?

Interview mit dem deutschen Fotografen, Frank Öhler,
einem der Teilnehmer der Künstlerresidenz 2019

Allzeit bereit

Ich verabschiede mich von Iuliana, die schon wieder den Reisigbesen in der Hand hat, um die ersten herabfallenden Laubblätter in ihre Schranken zu weisen. Die Kirchenburg muss jederzeit picobello aussehen. Man weiß nämlich nie, wer plötzlich zur Türe hereinschaut. Vor zwei Jahren war es Prinz Charles. Und er hat ihr sogar die Hand geschüttelt.

Gut zu wissen

Adresse
Kirchenburg Kleinschenk
Nr. 212
RO-507261 Cincşor, jud. Braşov

Kontakt
Iuliana Cseh  +40 756 584 739
Gerda Theil  +40 756 874 784
Carmen Schuster + 40 744 373 090

Öffnungszeiten & Besichtigung
Ein Lob für die klar geregelten und verlässlichen Öffnungszeiten!
Di – So 10.00 – 16.00
Die Kirche kann individuell besichtigt werden.
Deutschsprachige Führungen werden angeboten.

Übernachtung
Modern ausgestattete Gästezimmer mit Bibliothek und Kaminzimmer werden von Carmen Schuster (Tel.: + 40 744 373 090) im alten Pfarrhaus, der umgebauten deutschen Dorfschule oder einem restaurierten Bauernhaus angeboten. Mehr Informationen sind auf der Website zu finden.

Weiterführende Informationen zu den Kirchenburgen in Siebenbürgen
Stiftung Kirchenburgen
Kirchenburgenpass Transilvania Card

Buchempfehlung
“Über Siebenbürgen”. Acht Bildbände umfasst die komplette Dokumentation über die noch verbliebenen Kirchenburgen in Siebenbürgen. Nach Regionen aufgeteilt, zeigen die großformatigen Bücher, begleitet von einer Kurzbeschreibung, beeindruckende Aufnahmen des sächsischen Kulturerbes. Erschienen sind alle Bände im Schiller Verlag Bonn und können über das Erasmus Büchercafé in Hermannstadt bestellt werden. Ein Versand nach Deutschland ist günstig und unkompliziert.


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